Hallo,
das Hörblicke 21 Konzert am Sonntag, 16.5.2010 in der Galerie Lothringen 13 war sehr interessant und letztlich wohl auch sehr gelungen.
Hoffentlich sehen jungen Komponisten es nicht immer so, daß in der normalen Tonlage der Instrumente schon alles geschrieben wurde und nur die Flageolett-Lage für neue Musik geeignet ist. Das Hören dieser Töne ist nicht nur anstrengend. weil diese an der oberen Grenze des Hörvermögens liegen und die Empfindlichkeit des Ohres dort abnimmt, sondern auch, weil die Gestaltungsmöglichkeit beim Spielen dieser Töne viel kleiner scheint und daher ein angestrengteres Zuhören notwendig ist.
Zeitgenössische Musik in solch einem Rahmen aufgeführt, erscheint mir als sehr gelungen. Die Musik im relativ kleinen Rahmen so unmittelbar zu erleben, ermöglicht auch dem, in diesen Dingen ungewohnten, Hörer den Zugang da zu.
Die Idee mit den durch Künstlergruppen gestaltete Räumen scheint was für sich zu haben. Nicht nur, daß die Räume der Galerie, die durch die bildende Künstler gestaltet worden sind, durch die Musik anders wahrgenommen werden, sondern auch die unterschiedlichen Hörräume der klassischen Wiener Musik und die der zeitgenössischen Musik wurden durch die Gegenüberstellung verdeutlicht; man mußte sich beim Hören nach jedem Wechsel in dem jeweils anderen Hörraum neu zu recht finden, was den Musikern in professioneller Weise leichter zu fallen schien, als dem eher vor wirklich neuem stehenden Zuhörer.
Bin gespannt auf die nächsten Konzerte mit dem Trio Coriolis.