Drei außerordentliche Musiker haben sich im Streichtrio gefunden: Michaela Buchholz (Violine), Klaus-Peter Werani (Viola) und Hanno Simons (Violoncello) präsentieren Interpretationen, welche sie aus drei verschiedenen Perspektiven gemeinsam erarbeitet haben. Die Corioliskraft ist Bild für die Summe der Energie, welche jeder dieser eigenen Sichten innewohnt. Nicht nur im Ensemble, sondern auch innerhalb der Geschichte des Streichtrios lassen sich die drei Musiker auf völlig verschiedene Standpunkte und ästhetische Konzepte ein: sie reichen von Mozart bis Schönberg und Schubert bis Zimmermann.
Alle drei Musiker sind durch ihre Ausbildung und ihren Werdegang sowohl in alter als auch in neuester Musik zu Hause. Bei renommierten Künstlerpersönlichkeiten (Uwe Haiberg, Ulf Hoelscher, Kurt Guntner, Walter Nothas und Martin Ostertag) an den Musikhochschulen in Wien, Lübeck, Karlsruhe und München ausgebildet, hatten sie in ihrem bisherigen Berufsleben schon verschiedenste Stationen eines intensiven Konzertlebens durchlaufen (Sinfonieorchester des SWR Baden-Baden und Freiburg, MusikFabrik NRW, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg). Ihre professionelle Laufbahn führte sie in München zusammen, wo sich das TrioCoriolis vor inzwischen zehn Jahren gründete. Aktuell ist Michaela Buchholz Geigerin im Münchener Kammerorchester, Klaus-Peter Werani und Hanno Simons sind beide Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Die Neue Musik spielte nicht nur in der Ausbildung und dem bisherigen Berufsweg aller drei Musiker eine bedeutende Rolle. Im Quartett ImPuls realisieren sie zusammen mit der Geigerin Muriel Cantoreggi exemplarische Aufführungen der Musik unserer Zeit. Bei Rihm und Gubaidulina fühlen sie sich genauso zu Hause wie bei Beethoven und Britten. Regelmäßig wird die Triobesetzung um Klavier oder Bläser (Flöte, Oboe, Klarinette) erweitert, wodurch die Möglichkeiten des Repertoires nahezu unbegrenzt werden. Immer wieder jedoch kehrt das TrioCoriolis zu seiner angestammten Besetzung zurück: Hier erproben und finden sich die Gestaltungskräfte von Michaela Buchholz, Klaus-Peter Werani und Hanno Simons in dem Wechselspiel der Transparenz, welches für die Idee und den Klang des TrioCoriolis die bestimmende Kraft bildet.